Laufende Projekte des Wirtschaftsarchivs Vorarlberg

Neben der Kerntätigkeit, dem Übernehmen und Erschließen historischer Quellen, werden verschiedene Projektschwerpunkte durchgeführt.



meinindustrie.museum

Vor rund 200 Jahren entwickelte sich Vorarlberg zu einem Industrieland. Kaum jemand kann heute von sich behaupten, dass die Industrie in seinem Leben keine Rolle spielen würde. Wir fragen daher die ganze Bevölkerung: Was gehört Ihrer Meinung nach in ein Vorarlberger Industriemuseum? Fotografieren Sie Ihre Vorschläge und laden Sie diese auf unsere Webplattform meinindustrie.museum.



GRAFIKDESIGN archivieren

Historisches Grafikdesign aus Vorarlberg ist ein Sammlungsschwerpunkt des Wirtschaftsarchivs. Einerseits als bildhafte Überlieferung der vielschichtigen Wirtschaftsstruktur des Landes, andererseits als eigener bedeutender Gewerbezweig. Zunehmender Materialumfang und Digitalisierung stellen uns vor neue Herausforderungen. In einem mehrjährigen Projekt werden neue Bestände erschlossen sowie Konzepte für die digitale Langzeitarchivierung und Vermittlung von historischem Grafikdesign erarbeitet und umgesetzt. Mag. Margarete Zink arbeitet gemeinsam mit Eva Romagna an einer Studie und führt Zeitzeugeninterviews mit Grafikern.
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist die Veröffentlichung von 1.000 historischen Plakaten aus den Beständen des Wirtschaftsarchivs im Landesrepositorium volare der Vorarlberger Landesbibliothek. Im Zuge dessen werden diese Plakate in hoher Auflösung eingescannt und damit gleichzeitig deren digitale Langzeitarchivierung ermöglicht. Davor möchten wir unsere Sammlung aber noch ergänzen. Deshalb bitten wir alle Grafiker im Land, uns Plakate aus ihrem Schaffen bis zum Jahr 2000 herauf zu überlassen. Besuchen Sie uns im Wirtschaftsarchiv, oder kontaktieren Sie uns telefonisch oder per E-Mail. Herzlichen Dank!



Die Anfänge der EDV in der Vorarlberger Wirtschaft

Auf Anregung und unter Mitarbeit von Johann Fink, selbst Zeitzeuge der EDV-Historie, werden die Anfänge des Computerzeitalters in der Vorarlberger Wirtschaft dokumentiert. So wie bei der Elektrifizierung im späten 19. Jahrhundert zählten die Unternehmen auch bei der Einführung der EDV zu den Pionieren einer Technologie, die heute für uns alle selbstverständlich ist. Um die Anfangszeit der Lochkarten und Großrechner zu dokumentieren, werden Zeitzeugeninterviews geführt und historisches Material gesammelt. Im Sommersemester 2019 entwickelten Studenten der Fachhochschule Vorarlberg im Rahmen einer Projektwerkstatt ein innovatives Konzept, um dieses Thema der Öffentlichkeit spannend zu vermitteln.



Geld- und Bankengeschichte Vorarlbergs

Die heimische Finanz- und Bankengeschichte stellt bis heute eine Forschungslücke dar. Eine zusammenhängende wissenschaftliche Darstellung existiert weder für Österreich noch für Vorarlberg. Das Wirtschaftsarchiv Vorarlberg widmet sich daher in einem mehrjährigen Buchprojekt diesem umfassenden Themenbereich. Mit der Hohenemser Historikerin Mag. Simone Drechsel konnte eine kompetente Verfasserin gewonnen werden, die bereits an bankengeschichtlichen Veröffentlichungen mitgewirkt hat. Voraussichtlich Erscheinungstermin für die „Geld- und Bankengeschichte Vorarlbergs“ ist 2019/20.



Dirndlstoffe Marke Franz M. Rhomberg

Das Wirtschaftsarchiv Vorarlberg verwahrt rund 5.000 historische Fotos der Firma Franz M. Rhomberg. Dirndlstoffe waren ein wichtiges Erzeugnis des ehemaligen Dornbirner Textilunternehmens, das 1993 den Betrieb einstellte. Gemeinsam mit dem Stadtmuseum Dornbirn wird in einem mehrjährigen Projekt zum nach wie vor aktuellen Thema "Dirndl" geforscht. Das Ergebnis soll abschließend im Rahmen einer Publikation und Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert werden.



Oral-History-Projekt „Zeitzeugen der Vorarlberger Wirtschaftsgeschichte“

Ziel des Projektes ist, die Wirtschaftsgeschichte des Landes aus der Sicht ihrer Akteure zu dokumentieren. In aufgezeichneten Interviews sollen die lebensbiographischen Hintergründe sowie die entscheidungsbestimmenden Umstände erfragt und gesammelt werden. Die Tonaufnahmen und die Transkription dieser Gespräche bilden eine neuartige Quelle, welche gerade durch ihren subjektiven und persönlichen Charakter geprägt ist und neue historische Erkenntnisse zur Wirtschafts- und Zeitgeschichte unseres Landes ermöglicht.